24.03.2017

Friedhofs-Gebührenverordnung

Verordnung des Gemeinderates der Gemeinde Gerersdorf-Sulz vom 24.03.2017 über die Ausschreibung von Friedhofsgebühren.

V E R O R D N U N G

 

 

des Gemeinderates der Gemeinde Gerersdorf-Sulz vom 24.03.2017 über die Ausschreibung von Friedhofsgebühren

 

 

Gemäß § 40 Abs. 1 Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz, LGBl. Nr. 16/1970 idgF, im Zusammenhalt mit § 17 Abs. 3 Z 4 Finanzausgleichsgesetz 2017 – FAG 2017, BGBl. I Nr. 116/2016, wird verordnet:

 

 

§ 1

 

Für die Benützung des Gemeindefriedhofes werden folgende Friedhofsgebühren festgelegt:

 

1. Grabstellengebühr

2. Grabstellenerneuerungsgebühr

3. Beisetzungsgebühr

4. Enterdigungsgebühr

5. Gebühr für die Benützung der Leichenhalle (Aufbahrungshalle)

 

 

§ 2

 

Für die Verleihung des Benützungsrechtes an einer Grabstelle wird für die Dauer von
10 Jahren eine Grabstellengebühr erhoben. Die Grabstellengebühr beträgt für

 

1. Erdgräber für einfachen Belag                                                         72,67 Euro

2. Erdgräber für mehrfachen Belag                                                   109,02 Euro

3. gemauerte Grabstellen (Grüfte) für einfachen Belag                 145,35 Euro

4. gemauerte Grabstellen (Grüfte) für mehrfachen Belag             290,69 Euro

4. Aschengrabstellen für einfachen Belag                                        72,67 Euro

5. Aschengrabstellen für mehrfachen Belag                                   109,02 Euro

 

 

§ 3

 

Für die Erneuerung der Benützungsrechte an Grabstellen für die Dauer von weiteren
10 Jahren beträgt die Gebühr 100 % der im § 2 festgesetzten Gebühren.

 

 

§ 4

Die Höhe der Beisetzungsgebühr (einschließlich der Kosten für das Öffnen und Schließen der Grabstelle sowie die Bereitstellung der Versenkungsvorrichtung für den Sarg) beträgt

 

 

1. bei einer Beisetzung in Erdgräber                                                     87,21 Euro[1]

2. bei einer Beisetzung in gemauerten Grabstellen (Grüfte)             43,60 Euro1

3. bei einer Beisetzung einer Urne                                                        14,53 Euro1

4. bei einer Beisetzung von Kindern unter 10 Jahren                       43,60 Euro[2]

 

 

§ 5

 

Die Enterdigungsgebühr beträgt das Zweieinhalbfache der Beisetzungsgebühr.[3]

Die Enterdigungsgebühr ist nur dann zu entrichten, wenn die Enterdigung der Leiche nicht auf Grund einer behördlichen Anordnung erfolgt.

 

 

§ 6

 

  1. Für die Benützung der Leichenhalle (Aufbahrungshalle) zur Aufbahrung der Leiche ist eine Tagesgebühr von 43,60[4] Euro, für jeden weiteren Tag 7,27 Euro zu entrichten. Hiebei sind die Tage, die eine Leiche auf Grund behördlicher Anordnung über die übliche Zeit hinaus aufgebahrt bleiben muss, bei der Berechnung der Gebühr außer Betracht zu lassen.

     

     

    § 7

     

  2. Die Gebührenschuld entsteht

    1. bei der Grabstellen(Erneuerungs-)gebühr mit der Verleihung bzw. mit der Erneuerung des Benützungsrechtes,

    2. bei der Beisetzungsgebühr mit der erfolgten Erdbestattung der Leiche oder Beisetzung der Urne,

    3. bei der Enterdigungsgebühr mit der Vorlage der Bewilligung der Gemeinde zur Enterdigung der Leiche,

    4. bei der Gebühr für die Benützung der Leichenhalle mit dem Beginn der Benützung.

  3. Die festgesetzten Friedhofsgebühren werden einen Monat nach Zustellung des von der Gemeinde in Bescheidform zu erlassenden Zahlungsauftrages fällig.

  4. Zur Entrichtung der Grabstellen(Erneuerungs-)gebühr ist die Person verpflichtet, deren Ansuchen um Verleihung (Erneuerung) des Benützungsrechtes an einer Grabstelle bewilligt wird; zur Entrichtung der übrigen Gebühren ist die Person verpflichtet, der das Benützungsrecht an der Grabstelle, in der die Leiche bestattet oder die Urne beigesetzt wird oder ist, zukommt. Wenn jedoch diese Person selbst bestattet wird, dann ist jene Person zur Entrichtung der Gebühren verpflichtet, die nach § 19 Abs. 2 Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz für die Bestattung Sorge zu tragen hat.

 

 

 

 

 

§ 8

 

  1. Bei vorzeitigem Verzicht auf das Recht der Benützung einer Grabstelle (§ 38 Abs. 1 lit. b Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz), oder bei Schließung oder Auflassung eines Friedhofes oder Friedhofteiles (§ 32 Abs. 4 leg. cit.) findet ein Rückersatz von Friedhofsgebühren nicht statt.

 

  1. In den Fällen des § 37 Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz ist die Grabstellengebühr bis zum Erlöschen des Benützungsrechtes als abgegolten anzusehen.

 

 

§ 9

 

Diese Verordnung tritt mit 01.01.2017 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung vom 22.12.2008 des Gemeinderates der Gemeinde Gerersdorf-Sulz betreffend die Ausschreibung von Friedhofsgebühren außer Kraft.

 

 

 


[1]  Diese Gebühr soll die Hälfte der jeweiligen Grabstellengebühr für zehn Jahre nicht übersteigen.

[2]  Diese Gebühr soll die Hälfte der sonstigen Beisetzungsgebühr nicht übersteigen.

[3]  Diese Gebühr soll das Zweieinhalbfache der Beisetzungsgebühr nicht übersteigen.

[4]  Die Tagesgebühr kann gestaffelt sein (zB für den ersten Tag 100,-- Euro, für jeden weiteren Tag 10,-- Euro, o.ä.).